24.06.2010

Anhang

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 14:50

Jaja die Realität hat uns wieder, aber wir freuen uns sehr, über die letzten Kommentare die wir zu unserem Blog erhalten haben, gerade auch über den von Waltraud aus Österreich, toll dass so viele Leute unsere Reise verfolgt haben ;-) Wir sind so langsam wieder hier angekommen, kennen unsere Wohnungen jetzt wieder und sind noch dabei die letzten Sachen aufzuräumen und an unserer Zukunft zu pfeilen. Und natürlich kommt nicht alles wie geplant und gewollt: Wenn also jemand zufällig einen Job für einen Musiker, Abenteurer, Europareisenden, der zudem noch Tischler und Parkettlegermeister ist hat, bitte so schnell wie möglich melden. Christian würde sich sehr über einen möglichen neuen Job freuen ;-) Also falls ja nicht zögern, er ist erholt und voller neuem Tatendrang ;-) : bRocker-dellplatz@web.de

22.06.2010

Dienstag, den 22. Juni 2010 Kilometerstand 74235

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 17:37

So langsam wird es Realität: Wir sind wieder zurück, vier tolle Monate sind vorbei und es ist Zeit geworden, zurück in den normalen Rythmus zu kehren. Heute hieß es Mr. Wilson leerräumen und ihn in einen sauberen Zustand zu versetzen. Die Dachboxen mussten leergeräumt werden und wir haben Unmengen an Küchenrolle wieder mit nach Hause gebracht ;-) Die restlichen Essensvorräte mussten raus und durchwischen war auch mal wieder angebracht. Ja es war schon erstaunlich wie viele Sachen wir in dem Wagen verstaut gekriegt haben. Wenn man so an der Schiebetür steht und in den Wagen schaut, kann man selbst kaum glauben, dass wir fast vier Monate nur auf diesem Raum gelebt haben. Aber es ging!! Und es ging, problemlos…irgendwie war es eine eigene Welt in Mr. Wilson, mit Sachen umräumen den Kopf an der Decke stoßen oder die klappernden Schränke am Bett. Ja und der Kühlschrank….das Gefrierfach geht nur auf, wenn man den Kühlschrank wirklich ganz offen hatte ;-) Kleinigkeiten nur, die aber irgendwie auch die Tour ausgemacht haben. Wir sitzten jetzt hier und schreiben so gesehen den letzten Blog. Was ist geblieben? Wenn man den Wagen ausräumt kommen doch wieder viele Gedanken: Wir konnten die Eier im Schnee Österreichs abschrecken und die erste Nacht war doch ganz schön kalt – wir haben geschwitzt in Paris und Madrid, als sich der Wagen auf über 45 Grad aufgeheizt hatte – wir haben die ersten Sonnenstrahlen bereits im Februar in Kroatien im T – Shirt genossen, dafür aber im Juni am Nordkap im Schnee gefroren. Wir haben Länder gesehen, wo wir selbst nicht wussten was uns erwartet, wie Montenegro, den Kosovo oder Mazedonien. Und genau zum Generalstreik sind wir in Athen. Mr. Wilson hat zweimal auf dem Abschleppwagen gestanden und der ADAC ist bestimmt auch froh, dass wir wieder zu Hause sind ;-) Wie viele Hauptstäde haben wir gesehen?? Rom, Edingburg und Stockholm sind bestimmt als eine der schönsten in Erinnerung geblieben, in Madrid war es dafür einfach spaßig mit Stefan und Tanja. Zwei tolle Wochen an der Ardèche haben wir verbracht und uns ein ganz neues Bild von Spanien gemacht. Mit Portugal haben wir das Ende der Welt und einen tollen Fleck Erde gefunden. Bei einem einzigen Blick in den Wagen kommen einem so viele Erinnerungen, so viele tolle Momente. Ein Blick auf die Fußmatte, zeigt den Dreck aus mindestens 24 Ländern dieser Welt. Aber der Spülifleck, der durch auslaufendes Spüli auf der Matte war, er ist weg. Könnte am Nieselregen aus Schottland, an dem Sturm in Irland oder auch dem Schnee in Norwegen gelegen haben. Die Matte musste da nämlich auch einiges mitmachen ;-) Wie oft kommt die Frage auf wo es am schönsten war…ich glaube so wirklich kann man die Frage nie beantworten. Jede Situation hatte seinen Reiz, ob der Pub in Irland, der Leuchtturm in Portugal, die Einsamkeit der Highlands oder die finnischen Seen. Europa hat so viele tolle Flecken mit netten Menschen.
Wenn wir so zurückblicken dann gab es viele, die skeptisch auf unsere Tour geschaut und uns viel Glück gewünscht haben. Natürlich wussten auch wir selbst nicht, wie weit wir kommen würden und was so passiert. Es gehörte wohl ein bisschen Mut dazu einfach so loszufahren, aber wir können sagen es hat sich gelohnt. Wir haben viele schöne Erlebnisse gehabt und tolle unvergessliche Momente genossen. Rückblickend vielleicht auch ein paar gewagte Aktionen wie unser Stop im Kosovo oder die Wanderung auf den Ben Nevis gemacht. Dabei sind wir in allen Ländern nett aufgenommen worden, vielleicht mit einigen Sprachproblemen in Frankreich ;-) aber überall waren die Menschen nett und herzlich. Unsere englischen Sprachkenntnisse sind besser denn je und die Begegnungen mit den unterschiedlichen und ungewöhnliche Menschen wie Jörg, Camille, Sarah oder Ben werden wir wohl nie vergessen. Nun brauchen wir ersteinmal die nächste Zeit um diese ganzen Eindrücke zu verarbeiten und wirklich alles zu realisieren. Mr. Wilson hingegen braucht ersteinmal eine Werkstatt, die sein Getriebe in Ordnung bringt. Egal was die nächsten Wochen bringen werden, wir können sagen, dass diese Tour wirklich gelohnt hat und ein einmaliges Erlebnis war. Wir sind froh, dass wir sie gemacht haben und jeder der überlegt mal Pause zu machen und zu reisen, wir können nur sagen: Mach es!!

PS: Auch die Bierliste ist jetzt endlich aktuell ;-) Gewonnen hat das San Miguel aus Spanien punktgleich mit dem spanischen Mahou

Samstag, den 19. Juni 2010

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 16:29

Ja es war ein würdiger, lustiger Abschluss unserer Tour in Hamburg und nun standen die letzten Kilometer bis nach Hause auf dem Programm. Also ab auf A1 Richtung Bremen, bis Münster, dort auf die A43 und die letzten Kilometer auf der A40. Und wir haben ihn sofort wieder erkannt den Ruhrpott. Ein bisschen müde und geschafft von den Hamburg Feierlichkeiten sind wir gut wieder zu Hause angekommen und freuen uns, dass trotz der vielen, tollen neuen Eindrücke uns die Heimat wieder hat ;-) Jetzt heißt es erstmal ankommen, auspacken und wieder einleben, nach dem für 3,5 Monate unser zu Hause immer dort war, wo der Bulli stand. Nun gibt es wieder die eigenen vier Wände, eine jederzeit nutzbare Dusche und ein großer Berg Wäsche wartet auf uns ;-)

Freitag, den 18.06.2010

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 15:47

11 Uhr Heiligengeistfeld Hamburg. Nach einem Frühstück in einer kleinen Hamburger Bäckerei widmen wir uns fürs das Fussballspiel. Public Viewing ist angesagt.
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Von der Singstar Bühne mit Fussballgesängen eingestimmt treffen wir Mel auf dem Heiligengeistfeld und warten aufs Spiel…tja zu dem an sich sollte man am besten nicht viel sagen…aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Mel war bei der Studierendeneuropameisterschaft 2009 in Hamburg Teambetreuerin von Slovenien und dementsprechend mit Deutschland und Slovenien Fanartikel ausgestattet und nachdem ersten Fußballspiel ging es für uns weiter Richtung Schanze, wo wir in einer kleinen portugisischen Kneipe auch den Slowenen die Daumen gedrückt haben.
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Ein bisschen erfolgreicher als die Deutschen waren sie ja schon, aber kein Tag für Künstler heute. Wir haben es trotzdem geschafft uns die Stimmung nicht verderben zu lassen und haben das Ende unserer Tour noch in einer coolen Sofabar gefeiert. Auch die Hamburger Verkehrsbetriebe liefen Werbung und waren gerne für ein Foto bereit ;-)
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Passend für Hamburg haben wir den Abend im Schlemmereck an der Reeperbahn ausklingen lassen, bevor die letzte Nacht in Mr. Wilson angebrochen ist.

Donnerstag, den 17.06.2010 Kilometerstand: 72973

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 15:39

Wir sind mal wieder unterwegs, haben einige Kilometer vor uns und wollen heute Abend, wenn möglich nach Deutschland in Form von Hamburg erreichen. Dafür sind wir bereits um 7 Uhr aufgestanden, haben alles zügig verpackt und uns auf die E4 Richtung Helsingborg begeben.Von dort ging es dann auf die E6 Richtung Malmö und aus Schweden hinaus nach Dänemark. Eine Grenze haben wir wieder nicht wirklich gesehen, so dass wir unsere Reisepässe jetzt wohl auch nicht mehr brauchen werden. Da wir uns entschieden hatten, Mr. Wilson nicht noch einmal auf eine Fähre fahren zu lassen, hatten wir auf unserem Weg noch zwei große Brücke vor uns.
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Die erste nach Kopenhagen direkt hinter der Grenze nach Schweden über den Öresund und die zweite dann noch einmal auf der E20 nach Nyborg. Von dort aus ging es dann immer weiter Richtung Deutschland, so dass wir am Abend Hamburg erreicht haben.

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Hier haben wir einen geeigneten Platz für Mr. Wilson gesucht und gefunden, dem das Stop an Go in Hamburgs Innenstadt nicht wirklich gut getan hat. Dafür ist er jetzt sogar quer über die Reeperbahn gefahren ;-)

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Nach einem Feierabendbierchen an den Landungsbrücken, haben auch wir uns noch kurz auf die Reeperbahn begeben, im Schlemmereck uns ein Astra gegönnt und sind dann kaputt ins Bettchen gefallen, 800 Kilometer waren doch eine lange Strecke und wir müssen ja fit sein und unsere Fußballer morgen unterstützen.

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19.06.2010

Mittwoch, den 16.06.2010 Kilometerstand: 72566

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 21:08

Nachdem Mr. Wilson bis in die Nacht ja “recht normal” gelaufen ist, war heute morgen Daumen drücken angesagt, dass dies so weiter ging. Und wir haben Glück gehabt. Zwar sind der dritte und vierte Gang weiterhin nur bedingt nutzbar, trotzdem haben wir uns nach Stockholm in die Stadt reingewagt. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir direkt in der City am Vasamuseum geparkt und haben uns schon ein bisschen Sorgen gemacht, da wir keine schwedischen Kronen haben und bis jetzt alles per Karte zahlen konnten wie wir denn einen Parkschein kriegen würden, aber auch das war kein Problem in Schweden kann man wirklich alles mit Kreditkarte, also auch den Parkautomaten bezahlen. Vom Vasamuseum aus sind wir dann an der Promande entlang geschlendert, an den schönen Cafes und Bars direkt am und „im“ Wasser vorbei haben und haben die dort liegenden Hausboote betrachtet. Schöne Schiffe haben sie dort, auf denen es sich bestimmt gut wohnen und die Sonne geniessen lässt.
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Und Stockholm ist ganz im Zeichen der bevorstehenden Hochzeit. Überall hat man schon Straßenabsperrungen gesehen die so langsam errichtet werden und viele Leute liefen in einem LOVE 2010 T – Shirt durch die Stadt. Die Taxis sind mit Schweden Flaggen und dem königlichen Wappen geschmückt und auch die Reiterstaffel hat schonmal für den „großen Tag“ geübt.
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Vor den königlichen Gebäuden ist eine Bühne aufgebaut, es wird LOVE 2010 Kaffee verkauft und auch das Grundgerüst einer Hochzeitstorte steht dort. Die Schweden sind also voll im Hochzeitsfieber.
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Trotzalledem ist die Stadt wirklich schön und bei so tollem Wetter wie wir es hatten konnte man den Tag in der Stadt einfach nur geniessen.
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Aus Stockholm heraus haben wir uns dann durch den Nachmittagsverkehr an unzähligen Mc Donalds Filialen weiter Richtung Süden begeben. Und es ist wirklich unglaublich wie viele Mc Donalds Filialen es hier gibt. Schon in Stockholm selbst sah man an fast jeder Ecke eine und auf der Autobahn liegen diese im 5 Minunten Abstand. Ob die dort wohl momentan auch einen Hochzeitsburger verkaufen? ;-) Wir sind witer über Nyköping, Norrköping und Linköping an den Vätternsee gefahren um dort in Gränna auf einem Campingplatz unsere letzte Nacht in Schweden zu verbringen. Dumm nur, dass wir für eine Nacht eine Mitgliedschaft im schwedischen Campingclub abschliessen mussten. Aber es half alles nichts. Für das innere und äußere Wohl unserer selbst und unserer Mitmenschen brauchten wir eine Dusche, da ging kein Weg dran vorbei und dafür brauchten wir den Campingplatz. Dieser ist mal wieder ein Hochsicherheitstragt. Erst eine Schranke, die nur mit Karte öffnet, dann ein abgeschlossener Stromkasten mit extra Schlüssel und auch die Toilleten und Duschgebäude sind eingezäunt, wo man nur mit Karte reinkommt. Egal wir haben geduscht, sind wieder frisch und konnten dann dem Start eines Heißluftballons zusehen, der direkt neben dem Campingplatz auf einem Fussballfeld gefüllt wurde und startete. Schweden und der Vätternsee zeigten sich dann Abends nocheinmal von ihrer schönsten Seite, so dass die letzten Minuten, bevor es seit langem endlich mal wieder richtig dunkel wird am See verbracht wurden.
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16.06.2010

Dienstag, 15.06.2010 Kilometerstand: 71837

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 22:42

Unsere letzte Nacht war mal wieder kurz , denn unser Rastplatz war doch zu nah an der E4, zwar schön an einem See gelegen, aber die LKW’s fuhren die ganze Nacht durch. Und die LKW’s hier sind groß und überlang, so dass sie einem direkt auffallen.Da hat man das Gefühl der Anhänger des LKW’s endet nie, aber bei den Entfernungen hier wird wahrscheinlich auch jedes bisschen Staurraum benötigt. Also haben wir uns vom Rastplatz aus auf den Weg nach Bjurholm zur laut Reiseführer einzigen Elchfarm Europas gemacht. Chef über die Elche ist ein ehemaliger schwedischer Skilanglaufweltmeister, so dass man hier neben den Elchen also auch noch schwedische Prominenz sehen kann ;-) Wobei die kleinen, jungen Elchebabys ihm definitiv die Show stehlen. Mit ihren überlang wirkenden Beinchen, sehen sie doch sehr staksig aus. Ein Blick in die braunen Knopfaugen und man hätte am liebsten eins eingepackt und mitgenommen.
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Von den Rufen ihres „Chefs“ angelockt kamen auch die ausgewachsenen Elche zu ihrer Futterstelle. Und was das für Erscheinungen waren. Klein sind die ja nicht gerade, dagegen wirken die Menschen doch schon ziemlich zierlich. Bis zu 2,50 Meter Schulterhöhe kann so ein groß werden und auch die Geweihe können enorme Größen annehmen.
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Das hängt davon ab gegen wen sie sich verteiligen müssen, was sie zu fressen kriegen und natürlich auch Vererbung. Auf der Elchfarm sind die Tiere recht zarm und können zum Teil sogar gestreichelt werden und kaum zu glauben aber wahr, so ein Elch frisst auch Bananen, Äpfel und Karotten. Im angeschlossenen Museum konnte man sich über die Geschichte der Elche und die verschiedenen Arten informieren und sah auch ganz viele Geweihe. Zum Abschluss haben wir dann noch eine Diashow gesehen, die die Elche über das ganze Jahr mit den unterschiedlichen Jahreszeiten verfolgte.
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Mit vielen neuen „tierischen Eindrücken“ und ein bisschen Elchsabber an der Jacke ;-) ging es wieder „on the road“ Richtung Süden. Durch zahlreiche Wälder fuhren wir und hielten die Augen nach freilaufenden Elchen offen. Die meiste Zeit fuhren wir durch Wälder und oftmals sieht man das Schweden vom Holz lebt. Hier werden nicht einzelne Bäume geholzt, sondern gleich ganze Wälder und vereinzelt bleibt mal ein Baum stehen. Schön ist das nicht und die einzelnen Bäume hätten sie auch gleich mitfällen können, denn diw wirken wie einfach vergessen. Kein Wunder, dass man hier Unmengen an Holz an den Sägewerken liegen sehen kann.
Kurz vor Sundsvall waren wir dann eigentlich schon auf der Suche nach einem geeigenten Übernachtungsplatz, als ein Geräusch unsere Pläne zerstörte. An einer kleinen Steigung gab Mr. Wilson plötzlich ein lautes, durchdringendes „Klack, klack, klack“ von sich . Wir rollten noch von der Autobahn ins nächste Industrie- und Kaufparkzentrum, aber egal ob mit oder ohne Gang dieses Geräusche wollte nicht mehr weggehen. Wir stellten den Wagen auf einem großen Supermarkparkplatz ab, versuchten eine Ferndiagnose mit der Basisstation zu Hause zu erstellen, mit dem Fazit erst einmal eine Stunde zu warten und den Wagen aufzubocken. So ist dann auch noch unser Wagenheber zum Einsatz gekommen, erst links dann rechts aber zu sehen war nicht wirklich etwas. Es müssen wohl die Kreuzgelenke oder die Achslager hinten sein, es könnte aber auch am Getriebe liegen. Also hies es ersteinmal, beraten und überlegen. Nach einer Stunde Pause damit sich alles wieder setzten und abkühlen konnte starteten wir einen erneuten Versuch. Um möglichst Gewicht zu reduzieren und die Belastung zu verringern haben wir dann noch unseren Wassertank komplett entleert und Mr. Wilson fuhr ohne Geräusche los.
Wir versuchen nun irgendwie noch nach Hause zu kommen, möglichst schonend damit wir die restlichen 1600 Kilometer irgendwie noch schaffen. Deswegen sind wir gestern Abend noch lange Weitergefahren so lange die Straßen leer sind. Unterbrochen wurde unsere Fahrt nur durch Baustellen, durch die man von einem „Safety –Car“ geleitet wird, ein Baustellenfahrzeug das vor einem lang fährt und einem den Weg zeigt. Wir sind dann weiter durch die Dämmerung, denn richtig dunkel wird es hier immer noch nicht bis nachts um halb zwei gefahren, so lange machte Mr. Wilson keine Probleme. Die Seen und Wälder lagen dabei unter Nebel versteckt, eine Nachtfahrt in Schweden hat also auch so seine Reize.
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Montag, 14. Juni 2010 Kilometerstand: 71394

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 22:23

Was für ein Auftakt in die WM. Da das Internet auf dem Campingplatz nun doch wieder nicht funktionierte und die Rezeption mit Fernseher um 19:30 Uhr zugeschlossen wurde brauchten wir eine andere Lösung. Also haben wir der Frau an der Rezeption klar gemacht, wie existentiell wichtig Internet oder Fernsehen an diesem Abend für uns ist und sie hatte zum Glück eine Lösung.
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Eine der zu vermietenden Blockhütten war frei, dort sind kleine Fernseher drin und wir durften die eine Hütte für die Zeit des Fußballs belegen mit dem Versprechen nichts dreckig oder kaputt zu machen. So konnten wir also den WM Start in einer kleinen finnischen Blockhütte feiern.
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Heute morgen zeigte sich Finnland dann eher von der tristeren Seite. Dunkle Wolken, einsetztender Regen und das den ganzen Tag über. Das änderte sich auch nicht als wir die Grenze nach Schweden erreichten. Und diesmal waren wir vorbereitet: Die Reisepässe lagen bereit, Grüne Versicherungskarte alles und was war? Nichts, denn es gab keine Grenzstation, kein Zollhäuschen nichts, außer dem Schild Sverige. Na toll, jetzt wo wir wieder vorbereitet waren, konnte man die Grenze schon wieder übersehen, wenn man nicht gewusst hätte, dass dort eine ist.
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Im Regen sind wir weiter gefahren Richtung Süden, weg vom Polarkreis und der ständigen Sonne an der Ostsee entlang immer weiter über die E4. Im Ort Pitea der eigentlich auch als Badeparadies nahe des Polarkreises bekannt ist, versuchten wir dann unser Glück einen Strand zu finden. Ein Beachvolleyballfeld fanden wir und auch die Ostsee haben wir gesehen, den langen Sandstrand allerdings nicht. War jetzt auch nicht wirklich so tragisch, denn der Regen prasselte weiterhin auf unsere Scheiben, also setzten wir unsere Reise fort. So sind wir noch weiter gefahren und stehen hier jetzt mit einem Schweden und einem Franzosen auf einem Rastplatz direkt am Meer und hoffen, dass das Wetter morgen wieder besser wird, damit wir uns auch noch was von Schweden anschauen können.

Sonntag, den 13. Juni 2010 Kilometerstand: 71394

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 21:20

Was haben „Rudolph the red nose rendier“, „Jingle bells“ und „Santa Claus is coming to town“ gemeinsam? Die Korrekte Antwort lautet: Es sind alles Weihnachtslieder und man kann sie hier in Rovaniemi direkt am Polarkreis das ganze Jahr hören. Denn wir haben heute den Ort besucht, von dem Kinder in der ganzen Welt träumen. Wir waren beim Santa Claus! Hier am Polarkreis ist er zu Hause und verbringt das restliche Jahr, außerhalb der Weihnachtsfeiertage die Zeit mit Briefe lesen und beantworten.
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Im Santa Claus Village hat man zu dem auch die Möglichkeit Santa Claus zu treffen, wir haben natürlich liebe Grüße von allen bestellt und gesagt wie artig ihr doch alle das ganze Jahr über seid ;-) Dafür kann man von hier oben Post verschicken, die dann den offiziellen Weihnachtsmannstempel trägt und sich Briefe von Kindern aus der ganzen Welt anschauen. Denn unter der Anschrift „Santa Claus, Artic Circle, 96930 Rovaniema, Finnland“ ist er wirklich zu erreichen. Und jedes Jahr schicken tausende von Kindern Briefe hier hin, die in der Hauptpost ausgestellt sind. In 2009 haben die Briten die meist Post an Santa Claus geschickt, gefolgt von den Rumänen. Über 4 Millionen Briefe sind hier schon angekommen, schon süß, wenn man liest was die Kinder dem Weihnachtsmann so alles schreiben.
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Neben der Hauptpost in dem fleißige Elfen die Hauptarbeit für den Santa Claus übernehmen ist der Rest des Villages ein einziger Touristensouvenirshop. In allen anderen Häusern gibt es irgendwas von, mit oder über Weihnachten zu kaufen. Wenn man hier arbeiten würde, könnte man sich wahrscheinlich gar nicht mehr auf das Fest selbst freuen.
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Neben unseres Treffen mit dem Santa Claus, haben wir auch wieder die magische Marke des Polarkreises erreicht. Während in Norwegen noch Schnee und Kälte das Bild prägten sieht es hier doch viel freundlicher aus. Bei sommerlichen 20° und Sonnenschein verläuft der Polarkreis direkt durch Santa’s Village, so dass man über diese Linie hüpfen und springen kann oder sich halt einfach mal draufstellen kann.
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Und man kann sehen wir weit man noch von der Heimat entfernt ist. Von hier oben am Polarkreis sind wir läppischen 1789 Kilometern in Berlin und Athen wo wir im März ja noch waren ist Schlappe 3306 Kilometer entfernt.
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Da wir Mr. Wilson auf dem Campingplatz haben stehen lassen, ging es auch durch den finnischen Wald zurück zum Camping, wo wir die letzten Fußballvorbereitungen treffen, damit der deutsche Start in die WM auch ein Erfolg werden kann ;-)

12.06.2010

Samstag, den 12. Juni 2010 Kilometerstand: 71156

Abgelegt unter: Allgemein — non2010 @ 23:16

Von unserem Übernachtungsplatz aus sind wir heute schnell wieder in Tankavaara, der Goldgräberstadt gewesen. Hinter dem Eingang warteten die ersten Gebäude auf uns, die Nachbauten von bekannten Gebäuden aus Goldgräberstädten wie Dawson oder Bodie sind.
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Hier konnte man dann alte Bars und einen Saloon sehen und sich das Leben in so einem Goldgräberort vorstellen.
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Auch die bekannten amerikanischen Flaschenhäuser sind hier nachgebaut, denn irgendwann während des Goldrausches als das Holz für Neubauten knapp wurde, mussten andere Materialien für den Hausbau herhalten.
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Weiter ging es dann an alten Maschinen vorbei zum Museum, in dem sich eine Ausstellung über den Goldrausch in Finnland und in der ganzen Welt befindet, so wie viele alte Orginalwerkzeuge mit denen Gold geschöpft wurde. Wir wissen jetzt also wo in Europa und Deutschland Gold zu finden ist und können uns demnächst dann der Goldsuche als neuer Aufgabe widmeten.
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Vom Museum aus ging es zum nächsten Highlight. In Gummistiefeln wasserdicht gemacht ging es an einen kleinen Bach, dort erhielten wir auch eine Schöpfpfanne, nahmen uns einen Spatenstich vielversprechenden Boden und los ging die Goldsuche.Tja wir sind ja noch in der Lernphase, aber irgendwann hatten wir alle großen Steine und den braunen Sand ausgewaschen und von dem Spatenstich war nicht mehr viel über außer schwarzen Eisenreste und ein Hauch von Glitzer.
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Jaaa wir haben Gold gefunden. Aber leider nur in verschwindent geringen Mengen. Nichts desto trotz durften wir die staubkörnergroßen Goldstücke, die wir auf schwarze Pappe geklebt bekommen haben behalten, so dass wir jetzt Besitzer von eigens gewaschenem Gold sind. Ganz schön anstrengender Job, wenn man damit sein Geld verdienen will. Da muss man schonmal ein ein Kilo Nugget Gold finden um um 32.000 Euro erreichen zu sein. Unsere paar Krümel haben uns also leider nicht den erhofften Geldsegen gebracht ;-)
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Also haben wir uns aus der Goldgräberstadt wieder in die Einsamkeit Finnlands begeben. Hier sind wir durch wirklich schöne Gegenden gefahren. Die Natur ist hier wieder richtig grün und zahlreiche kleine Seen schmücken die Landschaft.
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So erreichten wir Saarenkylä einen Vorort von Rovaniemi, wo wir die nächsten beiden Nächte auf einem Campingplatz direkt am Kemijoki Fluss verbringen. Nachdem das Internet jetzt auch läuft, wir also morgen auch Fussball gucken können ist es wirklich schön hier. Das Wetter zeigt sich endlich auch mal wieder von seiner schönen Seite und die Anzahl der Mücken nimmt doch deutlich zu.
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Dank des Internets haben wir uns so langsam auch Gedanken über unsere Rückkehr nach Deutschland gemacht und unsere Route mal wieder umgeschmissen. Die Fähren von Finnland nach Deutschland sind momentan einfach unbezahlbar, so dass wir unsere Reise nicht weiter über Finnland fortsetzten, sondern uns in Tornio Richtung Schweden halten und auf dem Landweg zurück nach Deutschland fahren werden.