Erstes kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich begann der Tag ganz normal, wie jeder andere auch. Wir quälten uns aus dem warmen Bettchen, frühstückten gemütlich, spülten und starteten quasi planmäßig mit vollem, unermesslichen Elan in den Tag. 7 Kilometer später wurde unser kultureller Tatendrang abrupt von Mr. Wilson unterbrochen. Es war genau 10:15 Uhr als es passierte…irgendwo oberhalb von Delfi, auf einer kleinen Kreuzung wollte Mr. Wilson nicht mehr weiter! Jedenfalls lies sich kein einizger Gang mehr einlegen und wir standen mitten im Weg. Die Kupplung baute absolut keinen Druck mehr auf. Also mussten wir den Wagen an den Straßenrand schieben und an dieser Stelle war guter Rat teuer. Da blieb uns also nichts anderes übrig als unsere Freunde vom ADAC zu kontaktieren. Ein kurzes Telefonat mit München, ein längeres Telefon mit Athen und schon sollten wir Hilfe erhalten….und dann begann die Zeit des wartens…2 Stunden später gegen halb eins kam der lang ersehnte Abschleppwagen.

So wurde Mr. Wilson verladen und zurück durch den Olivenwald nach Itea gebracht. An einer kleinen südländischen Schrauberwerkstatt wusste der nette Grieche anscheinend bereits über unser Kupplungsproblem bescheid und machte sich direkt an die Arbeit um den Fehler zu beseitigen.

Wir schnappten uns unsere Fahrräder und fuhren unterdessen in den Hafen, wo wir uns die Zeit mit schönen kleinen Schiffen gucken lecker Kaffee,bzw. Frapé vertrieben.

Als wir zur Werkstatt zurück kamen, um nachzuhören ob der Wagen heute noch fertig wird oder erst morgen, wurden wir doch sehr positiv überrascht, als der Mann sagte alles sei wieder in Ordnung und wir könnten unsere Reise weiter fortsetzten…es hatte sich zum Glück nur eine Verschraubung am Kupplungsnehmerzylinder gelöst. Damit hatten wir unser Hydrauliköl verloren und die Kupplung konnte keinen Druck mehr aufbauen.
Mit knapp 6 Stunden Verspätung und der Gewissheit, dass Athen als heutiges Etappenziel doch in unerreichbare Ferne gerückt war, statteten wir dem Supermarkt noch einen kurzen Besuch ab und machten uns dann trotzalledem nocheinmal auf den Weg nach Delfi. Bei herrlichem Sonnenschein, der uns bereits den ganzen Tag begleitete, haben wir uns dann noch den Teil der Ausgrabungsstätte, der noch nicht geschlossen hatte, angeschaut.

Nun sitzen wir einen Campingplatz weiter als gestern, mit noch besserer Sicht auf die heiligen Olivenhaine und Itea und hoffen, dass wir morgen problemlos nach Athen kommen.
Bisher muss man sagen merken wir von der in Griechenland aktuell wohl ein bisschen angespannten Lage nichts. Auch uns Deutschen gegebenüber sind die Griechen alle sehr freundlich egal ob im Supermarkt, Taverne oder in der Werkstatt…hoffen wir das es in Athen so bleibt.
Hey Ruth,
Find das saucool!!Viel Spaß noch weiterhin und passt schön auf den Bulli auf
PS: Wie lange seid ihr insgesamt unterwegs?
Kommentar von Kathi — 10.03.2010 @ 08:17
Hallo zusammen,
habt ihr eigentlich keine Sprachprobleme in Griechenland? “Verschraubung am Kupplungsnehmerzylinder”, “Hydrauliköl”, usw… konntet ihr das alles ohne weiteres verstehen?
VG Stefan
Kommentar von Stefan — 10.03.2010 @ 11:13
na sicher der Bulli ist unser Heiligtum
Geplante Rückkehr ist irgendwann Ende Juni, wenn bis dahin alles glatt geht
Kommentar von non2010 — 10.03.2010 @ 19:10
Nein hatten keine Probleme, dass hat doch alles sehr reibungslos geklappt, dank telefonisch zugeschaltetem ADAC Übersetzer
Kommentar von non2010 — 10.03.2010 @ 19:11
Was soll man da noch sagen: Ihr seid die Geilsten!
Passt weiterhin gut auf Euch auf!
Ganz viel Spaß, ich will auch…Anne :-X
Kommentar von Änneken — 10.03.2010 @ 23:17