09.03.2010

Montag, 08.03.2010 Kilometerstand: 52193

Abgelegt unter: Die Tour — non2010 @ 18:47

Uiii der Wettergott meinte es die Nacht nicht gut mit uns. Mr. Wilson wurde von bösartigen Windboen durchgeschüttelt und dementsprechend unruhig war auch unsere Nacht…viel Schlaf gab es da nicht. Um 4 Uhr Nachts reichte es dann mit dem wackeln und wir beschlossen erst einmal einen kleinen verspäteten „Mitternachtssnack“ in Form von übriggebliebenen Sandwichtoasts zu uns zu nehmen…die schmeckten auch kalt hervorragend und mit gefüllten Magen schlief es sich zwar immer noch rumpelig aber besser. Auch der Start in den Tag war eindeutig vom Wetter bestimmt: Spülen stand auf dem Programm! Im Freien spülen bei Windstärke 8- 9 und orkanartigen Böen war schon abenteuerlich. Da flogen neben den zuspülenden auch die gespülten Sachen, sowie die Abtrockentücher durch die Gegend. Also musste erstmal Zeus befragt werden….dieser sagte uns fürs ionische Meer: Nord bis Nordost 6 bis 7, zunehmend 8, örtlich bis 9 Windstärken, teils orkanartige Schauerböen, zeitweise diesig. Tja das haben wir wohl am eigenen Leib zu spüren gekriegt. Wir beschlossen also trotzdem weiter zu reisen. Vor unserer Reise gab die nette Frau vom Campingplatz uns noch einen Beutel mit selbstgepflückten Orangen mit…ich hoffe wir sahen nicht soooo krank aus, dass sie uns diese aus Mitleid mitgab. So fuhren wir weiter um unserem nächsten Ziel Delfi näher zu kommen. Unterwegs begleiteten uns bei doch kühlen 13 °C immer wieder heftige Windboen, so dass wir besonders an der Küste mit selbst ca. 82° eingeschlagenem Lenkrad geradeausfahren konnten.
wind

Trotzdem passen wir uns so langsam der griechischen „Alles kann nix Muss“ Fahrmentalität an und würden so in Deutschland wohl keine Füherscheinprüfung bestehen bzw. unser Konto in Flensburg wäre wohl doch reich gefüllt. Hier sind wir allerdings immer noch ein Verkehrshindernis. Die Griechen fahren trotz Blitzer (die anscheinden nicht in Betrieb sind) selbst durch geschlossene Ortschaften (50) mit lockeren 90 km/h. Landschaftlich konnten wir heute einen wirklich schönen Teil Griechenlands bewundern. Zahlreiche kleine vorgelagerte Inseln und blaues, aufgewühltes Meer mit vielen Schaumkronen, die der ablandige Wind erzeugte, ließen uns die Fahrt versüßen. Von unserem Campingplatz in Delfi haben wir einen hervorragenen Blick über die heilige Flachebene voller Olivenbäume, die vom Fluss Plistos durchquert wird.
oliven

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